Imagine that!
Nochmal Schnee im Park
Beim letzten Mal war es ja noch ziemlich viel Schnee im Brucker Skatepark. Gestern war es dagegen schon weniger. Manche Stellen waren sogar schon ganz frei. Viel Platz zum fahren gab es aber trotzdem nicht. Ein paar Versuche zeigten, dass es einfach zu eng und nass (—>rutschig) war.
Die Stimmung schwankte zwischen Missmut und Tatendrang. Nachdem wir dann mit Händen, Füßen und einem Stock (!) den gröbsten Schnee beseitigt hatten sind wir erstmal was essen gegangen um dann mit frisch gekaufter Schaufel-und-Besen-Schaufel und einem Wasser-Abzieher (eigentlich eher für eine Dusche gedacht) wiederzukommen.
Damit bewaffnet war es schon einfacher den Park trocken zu bekommen. Und die Sonne tat ihr übriges.
Gewundert hat uns, dass außer einem kleinen Jungen niemand da war. Hey, es war ein sonniger Tag, in der Sonne war es gar nicht mal so kalt. Und wenn man selber fährt wird einem doch sowieso warm. Wo waren alle? Nagut, als wir vom essen kamen waren noch zwei Jungs da, die aber sofort wortlos verschwunden sind als wir kamen. Gefahren waren sie vorher auch nicht. War halt doch noch relativ viel Schnee da (trotz unserer Vorarbeit).
Man sollte da vielleicht mal einen Besen deponieren, dann wäre das kein Problem. Vorausgesetzt es klaut ihn niemand.
Ein bisschen kalt war es dann wohl übrigens doch.
Als wir dann gingen waren die zuvor abgestellten Wechsel-Schuhe am Boden festgefroren, wohingegen es aus den getragenen eine ganze Weile dampfte. Kalt war es dem Wolfi also kaum. Uns Park-Bunnys dagegen schon.
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Bücher 2010
Listen machen macht Spaß. Und es ist zwar schon Februar mittlerweile, aber ich denke mir besser spät als nie. Interessiert ja sowieso keinen, was ich hier mache; da kann ich wenigstens machen was ich will. Hat ja auch seine Vorteile.
Das Jahr 2009 hatte ich mit Daniel Kehlmann beendet. Und mit ihm ging es 2010 auch gleich weiter.
| Nr. | Titel | Autor |
| 1 | Der fernste Ort | Daniel Kehlmann |
| 2 | Verblendung | Stieg Larsson |
| 3 | Dubliner | James Joyce |
| 4 | Ein Geheimnis | Philippe Grimbert |
| 5 | Der letzte Weynfeldt | Martin Suter |
| 6 | Die vierte Hand | John Irving |
| 7 | Lila Lila | Martin Suter |
| 8 | Mario und der Zauberer | Thomas Mann |
| 9 | Die Bücherdiebin | Martin Zusak |
| 10 | Der kleine Bruder | Sven Regener |
| 11 | Kafka am Strand | Haruki Murakami |
| 12 | Kindergeschichten | Peter Bichsel |
| 13 | Der Vorleser | Bernhard Schlink |
| 14 | Am Strand | Ian McEwan |
| 15 | Die Arbeit der Nacht | Thomas Glavinic |
| 16 | Die dunkle Seite des Mondes | Martin Suter |
| 17 | Jedermann | Philip Roth |
| 18 | Ich und Kaminski | Daniel Kehlmann |
| 19 | Small World | Martin Suter |
| 20 | Der Welt den Rücken | Elke Heidenreich |
| 21 | Der Teufel von Mailand | Martin Suter |
| 22 | Heartland | Joey Goebel |
| 23 | Beim Leben meiner Schwester | Jodi Picoult |
| 24 | Witwe für ein Jahr | John Irving |
| 25 | Das Eigentliche | Iris Hanika |
| 26 | Veronika beschließt zu sterben | Paul Coelho |
| 27 | Payback | Frank Schirrmacher |
| 28 | Mahlers Zeit | Daniel Kehlmann |
| 29 | Großes Solo für Anton | Herbert Rosendorfer |
| 30 | Gottes Werk und Teufels Beitrag | John Irving |
| 31 | Fieberglas | Jonathan Carrol |
| 32 | Tannöd | Andrea Maria Schenkel |
| 33 | Der Dativ ist dem Genetiv sein Tod III | Bastian Sick |
Diesmal waren sogar ein paar Bücher dabei, die mir gar nicht gefallen haben, was eher selten vorkommt. Höchstens lässt mich ein buch sonst kalt oder ich vergesse es einfach schnell wieder. Aber “Kafka am Strand”, “Veronika beschließt zu sterben” und “Fieberglas” fand ich richtig schlecht. Meistens aber erst ab der Hälfte oder so, so, dass ich mir dann denke jetzt kann ich’s auch gleich zu Ende lesen.
Dreimal John Irving, dreimal Daniel Kehlmann, auf die kann man sich verlassen, da weiß ich woran ich bin. Und Martin Suter hab ich letztes Jahr für mich entdeckt. Leider hab ich nun auch schon fast alles von ihm gelesen.
Mal sehen was dieses Jahr so bringen wird.
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Tilt/Shift
Das was man im Internet so über Tilt/Shift-Objektive findet in Foren, Blogs und Bilderseiten, beschränkt sich meistens auf nur eine Funktion dieser Objektivart. Nämlich das Tilt. Damit kann man lustige, ungewöhnliche Schärfe-Verlaufe zaubern; und dass gewisse Szenerien (weit genug entfernt und von erhöhtem Standpunkt aus fotografiert) damit so aussehen, als wären es Miniaturlandschaften, ist wohl mittlerweile auch bei jedem angekommen.
Dass in “Tilt/Shift” nicht nur Tilt, sondern auch Shift vorkommt,, wird dabei oft vergessen. Ich kann mir vorstellen, dass viele auch gar nicht wissen, was da passiert, oder wozu man es benutzt.
Die Tilt-Funktion wurde ja nun auch nicht dazu erfunden Miniaturlandschaften entstehen zu lassen, sondern um den sogenannten “Scheimpflug” zu legen, was ich hier jetzt aber nicht erkläre. Kommt jedenfalls von den alten Fachkameras, und wurde oder wird zB. in der Produktfotografie benutzt, um alles scharf zu kriegen.
Das Shiften jedenfalls wird vor allem in der Architektur gebraucht, aber auch wieder in der Produktfotografie, um stürzende Linien zu vermeiden. Der Trick ist einfach die Kamera parallel zur Hauswand (oder was auch immer) zu halten und sie nicht nach oben zu neigen. Damit erhält man parallele Senkrechte. Wenn man nun aber ein höheres Gebäude vor sich hat, und nicht genug Platz nach hinten, um es ganz auf Film oder Sensor zu bannen, ist es Zeit zum Shiften. Dabei belässt man den Kamerabody wo er ist, und verschiebt nur das Objektiv nach oben oder unten, oder wohin auch immer, je nachdem wie man es eben grade braucht. Und mit dem Objektiv verschiebt sich dann auch der Bildausschnitt. Man kann also relativ nah (je nach Brennweite) vor einem Gebäude stehen, und trotzdem noch den oberen Teil mit draufbekommen, ohne die Kamera ansich schräg nach oben richten zu müssen.
Man kann es aber auch damit übertreiben. In manchen Fällen lässt man eine sog. “Restperspektive”.
Heißt ganz einfach, dass man nicht shiftet bis tatsächlich alle Senkrechten parallel sind, sondern das Objektiv nur um etwa 80% verschiebt. Denn unser Gehirn ist es ja gewohnt stürzende Linien zu sehen, und weiß, dass die Häuser eigentlich nicht schief sind. Es gleicht das also aus. Ist nun bei einem Bild von einem sehr hohen Haus wirklich alles gerade, kann es passieren, dass das Gehirn damit nicht richtig klar kommt; es will den Fehler korrigieren, und schwupps, haben wir den Eindruck das Gebäude würde nach oben hin breiter.
Ohne Shift:
geschiftet, mit Restperspektive:
Man kann aber auch durch zu viel shiften wirklich diesen Effekt erlangen, also dass es dann in die falsche Richtung stürzt sozusagen.
Übertrieben geshiftet:
Hier kann man auch schön sehen, dass das Objektiv auch irgendwann an seine Grenzen stößt. Bei zu viel Shift sieht man dann den Objektivrand und es ergeben sich unschöne Vignettierungen.
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